Schnee an Christi Himmelfahrt: Unser Winter-Wunder am Heiterwanger See

Manchmal schreibt das Camper-Leben die verrücktesten Geschichten. Wir stehen jetzt den dritten Tag hier am wunderschönen Heiterwanger See in Tirol. Wettertechnisch war die Urlaubsstimmung in den letzten Tagen ehrlich gesagt ziemlich auf der Probe: Regen, Sonne, Regen, noch mehr Regen, kurz Sonne und wieder Regen. Ein klassischer, launischer Mai eben.

Doch heute Morgen war plötzlich alles komplett anders.

Als ich um Punkt 5 Uhr die Augen aufmachte, um mit dem Hund die erste Runde zu drehen, ahnte ich noch nichts. Ich öffne den Reißverschluss vom Vorzelt, schaue nach draußen und traue meinen Augen kaum: Es schneit wie im tiefsten Winter! Und das an Christi Himmelfahrt! Der gesamte Campingplatz liegt unter einer weißen Decke.

Der Berner im Liebesglück: Anton im Schnee-Rausch

Während ich noch zitternd im Türrahmen stand und überlegte, ob ich die Winterjacke tief genug im Wohnwagen vergraben habe, gab es für Anton kein Halten mehr. Wer einen Berner Sennenhund besitzt, weiß: Bei Schnee schaltet das Gehirn dieser Hunde sofort auf pure Lebensfreude um.

Anton hat sofort angefangen, im frischen Weiß zu toben, die Schnauze in den Schnee zu stecken und Kreise zu rennen. Ein absoluter Wahnsinn! Wir beide haben diese magische, völlig stille Morgenstunde im Mai-Schnee auf dem Campingplatz extrem genossen. Genau für solche unbezahlbaren Momente nimmt man die ganze Packerei und das schlechte Wetter der Vortage auf sich.


🦮 Und was sagt der Bär dazu?

„Ich habe es ja schon immer gewusst: Mein Herrchen ist ein Genie. Er fährt mich im Mai an einen See, und genau dann, wenn ich denke, der Sommer kommt und es wird mir viel zu warm, schaltet der liebe Gott exakt für mich Frau Holle an! Während der Chef im Vorzelt stand und aussah, als hätte er ein Gespenst gesehen, habe ich erst mal den Campingplatz umgegraben. Bester. Urlaub. Ever. Von mir aus können wir den Rest des Jahres hierbleiben. Herrchen muss jetzt nur noch das Smart-Home so programmieren, dass es jeden Morgen um 5 Uhr schneit!“